Am Hinteren Raubschloss vorbei und über den Großen Winterberg

Wir konnten auf weichem Sand schlafen statt auf unebenem Fels und wenn mich nicht der Vollmond geweckt hätte, hätte ich sehr gut durchgeschlafen. Nach dem Aufstehen sind wir weitergelaufen und am Hinteren Raubschloss vorbeigekommen. Das ist ein großer Fels, auf dem vom 12. bis zum 15. Jahrhundert eine Burg stand: man sieht noch deutlich die Spuren, wo damals in dem weichen Sandstein Balken befestigt wurden, sogar ein Teil Mauerwerk und eine Zisterne kann man auf dem Felsen noch sehen. Im Regen sind wir über den Großen Winterberg nach Schmilka gelaufen, wo wir in den Zug einsteigen konnten.

Tag 2 - Hinteres Raubschloss - Großer Winterberg

Tag 2 - Hinteres Raubschloss - Großer Winterberg

Tag 2 - Hinteres Raubschloss - Großer Winterberg

Tag 2 - Hinteres Raubschloss - Großer Winterberg

Tag 2 - Hinteres Raubschloss - Großer Winterberg

Tag 2 - Hinteres Raubschloss - Großer Winterberg

Tag 2 - Hinteres Raubschloss - Großer Winterberg

Vom Prebischtor zum Großen Zschand

Vor anderthalb Wochen habe ich Irma in Dresden besucht und wir haben die Gelegenheit genutzt um einen Ausflug in die Sächsische Schweiz zu machen. Wie im letzten Jahr wollten wir wieder boofen, diesmal aber nicht von Bad Schandau aus wandern, sondern die tschechische Seite des Elbsandsteingebirges, die Böhmische Schweiz, ein wenig erkunden.

Tag 1 - Prebischtor - Großer Zschand

Tag 1 - Prebischtor - Großer Zschand

Tag 1 - Prebischtor - Großer Zschand

Tag 1 - Prebischtor - Großer Zschand

Tag 1 - Prebischtor - Großer Zschand

Die Zugfahrt nach Schöna hat länger gedauert als normalerweise, weil wegen des Hochwassers die Züge immer noch sehr langsan und mit ausgedünntem Fahrplan im Elbtal gefahren sind. Nachdem wir in Schöna ausgestiegen waren, haben wir gleich noch eine Hochwasserfolge entdeckt: Die Fähre, die von Schöna über die Elbe auf die tschechische Seite fährt, war nicht da. Wir sind dann 2km elbabwärts bis Schmilka gelaufen, haben dort mit der Fähre übergesetzt und sind am anderen Elbufer zurück gelaufen. Von Hřensko aus ging es das Tal der Kamenice hinauf und zur größten Sehenswürdigkeit der Böhmischen Schweiz: dem Prebischtor.
Es war schon fast 4, als wir dort ankamen und auf der Aussicht unsere Brote gegessen haben, und wir hatten erst die Hälfte unserer Strecke geschafft. Aber wir waren auch erst spät losgelaufen und es ist im Juni ja abends lange hell.
Es gibt keine offiziellen Wanderwege über die Grenze, aber wo der Weg in den Großen Zschand beginnt, war nicht zu verfehlen, da wir nur dem nassen, schmalen Tal zu folgen brauchten. Schließlich kamen wir auf den nächsten großen Wanderweg auf deutscher Seite, der uns schnell zum Zeughaus führte.
Von dort aus mussten wir nur noch ein wenig suchen, bis wir die Boofe am Teichstein gefunden hatten. Dort haben wir eine Gruppe Student_innen und Doktorant_innen aus Leipzig getroffen, die zuviel Couscous mitgebracht hatten und uns zum Abendessen eingeladen haben.

Ägyptische Jugendtheatergruppe im Mauerpark

An einem dieser sehr warmen Tage im Juni waren Benny und ich abends, als die Temperaturen schon wieder erträglich waren, im Mauerpark. Als es anfing, dunkel zu werden, und wir uns auf dem Heimweg machen wollten, haben wir gesehen, dass im „Amphitheater“ Technik aufgebaut ist und dort bald etwas losgeht. Also haben wir uns einfach mal hingesetzt und geschaut, was passiert.
Eine ägyptische Jugendtheatergruppe war gerade in Berlin und zu ihrem Konzept gehörte es, ihre Aufführungen nicht hinter verschlossenen Türen, sondern im öffentlichen Raum zu machen. Das Stück war eine bewegende Collage aus verschiedenen Themengebieten, die jugendliche Menschen in Ägypten beschäftigen. Es ging um die Auswanderung nach Europa, um Aberglauben und wie er den Alltag prägt, um Wahlen in einem Land mit hoher Analphabetenrate, um Sexualität, um verlogene westliche Politiker und um die schwierige Rolle der Frau. Ich hatte leider nichts zu schreiben dabei, es hätte sich gelohnt, einige Dialoge mitzuschreiben.

Mauerpark Theater

Mauerpark Theater